Top Vision Group B.V. produziert Visual-Merchandising-Materialien für den Einzelhandel — In-Store-Displays, POS-Materialien und Präsentationslösungen, die in Geschäften weltweit eingesetzt werden. Ihre Website ist topvisioninstore.com. Ihre Produkte landen in Einzelhandelsumgebungen, in denen Präzision, Markenkonsistenz und logistische Zuverlässigkeit Standard sind.
Das stellt spezifische Anforderungen an ihr ERP: viele SKUs, komplexe Beschriftungsanforderungen für Produkte und Sendungen, internationaler Versand und ein Produktionsprozess, der über mehrere Aufträge gleichzeitig geplant werden muss.
Die Herausforderung
Top Vision Group arbeitete mit einer Kombination aus separaten Systemen für Fertigung, Vertrieb und Logistik. Der Mangel an Integration erschwerte es, die Produktion auf Basis aktueller Aufträge zu planen, Sendungen mit der richtigen Dokumentation zu koordinieren und Labels konsistent für verschiedene Anwendungsfälle zu generieren. Hinzu kam der wachsende Bedarf nach einem strukturierten Barcode- und Label-Workflow — vom Wareneingang bis zur Auslieferung.
Die Vorgehensweise
Wir haben Odoo schrittweise implementiert, wobei Vertrieb und Buchhaltung als Erstes live gingen, gefolgt unmittelbar von der Fertigung.
Phase 1: Vertrieb, Einkauf und Buchhaltung
Die erste Phase konzentrierte sich auf die kaufmännischen und finanziellen Prozesse. CRM, Sales, Purchase und Accounting wurden als Fundament eingerichtet. Kunden, Lieferanten und der Produktkatalog wurden importiert. Top Vision Group arbeitet nun aus einem einzigen System für Angebote, Bestellungen und Rechnungen.
Fertigung und Fertigungsauftragsplanung
Die Fertigungsphase — derzeit in der Ausrollung — bringt die Fertigungsaufträge (MOs) in Odoo. Eine der markantesten Anpassungen ist die automatische Planung von MOs: Auf Basis von Verkaufsaufträgen und Lieferzeiten werden Fertigungsaufträge automatisch eingeplant. Das gibt dem Produktionsplaner sofortigen Überblick darüber, was wann gefertigt werden muss — ohne manuelle Berechnungen.
Maßgeschneidertes Labelsystem
Eines der umfangreichsten Elemente der Top-Vision-Implementierung ist das Labelsystem. Einzelhandelsumgebungen stellen spezifische Anforderungen an Labels — sowohl für den internen Gebrauch (Barcode-Labels für Lagerschnellscanner) als auch für die externe Kommunikation (Produktetiketten, Versanddokumente).
Wir haben mehrere Labelformate entwickelt:
- ZPL-Labels für den direkten Druck auf Thermodruckern (Wareneingang, Produktion, Lager)
- PDF-Labels in verschiedenen Formaten (100×50mm, A4) für Produkte und Kartons
- Barcode-Automatisierung: Bei der Anlage eines Produkts wird die interne Referenz automatisch als Barcode gesetzt
Der Labeldrucker ist über Direct Print angebunden, sodass Mitarbeiter Labels drucken können, ohne eine PDF-Datei exportieren oder einen Download-Schritt durchlaufen zu müssen.
UPS-Anbindung und CMR-Dokumente
Ausgehende Sendungen werden über UPS abgewickelt. Die Anbindung an Odoo sorgt dafür, dass Versandlabels, Track-and-Trace und Zolldokumente direkt aus dem Lieferauftrag heraus erstellt werden. Für den internationalen Straßengüterverkehr generiert Odoo CMR-Dokumente (Frachtbrief) bei der Sendung.
Barcodes und Bestellungen
Lieferanten erhalten Bestellungen mit Anhängen direkt per E-Mail über das PO-Mail-Attachments-Modul. Beim Wareneingang werden Produkte gescannt und automatisch mit der richtigen Chargen- oder Seriennummer versehen.
Ergebnis
Top Vision Group arbeitet nun auf einer einzigen Plattform für Vertrieb, Einkauf, Lager und — in der laufenden Phase — Fertigung. Das Labelsystem eliminiert manuelle Arbeit an jedem Punkt, an dem etwas durch das Lager bewegt wird. Die UPS-Anbindung und CMR-Dokumente sorgen für einen reibungslosen internationalen Versand. Und die automatische MO-Planung gibt dem Produktionsteam ein realistisches Bild der Fertigungsaufträge für die kommenden Tage.
Top Vision Group wird im Rahmen eines Heartbeat-Supportvertrags betreut.
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