Das letzte vollständige Service Pack für Exact Globe Next erschien im März 2026; im Sommer folgt nur noch ein zusätzliches Pack für das niederländische Gehaltsupdate. Danach ist Schluss: keine Updates, keine Bugfixes, keine Security-Patches. Die Software läuft weiter, steht aber still - während alles drumherum (Windows, SQL Server, Schnittstellen, Gesetzgebung) sich weiterbewegt.
Das bedeutet eines: Sie migrieren ohnehin. Die einzige Frage ist, wohin.
Was genau angekündigt wurde
- März 2026: das letzte vollständige Service Pack für Globe Next; im Sommer 2026 noch ein zusätzliches Pack für das NL-Gehaltsupdate.
- Danach: keine neue Funktionalität, keine Bugfixes, keine Security-Updates. Neue gesetzliche Anforderungen - etwa erweitertes Peppol-E-Invoicing - landen nur noch im Nachfolger.
- Der Nachfolger: Exact Globe+, auf einer modernen 64-bit-Plattform. Wichtig: Der Umstieg von Globe Next auf Globe+ ist eine echte Migration, kein Update-Knopf.
Was Arbeiten ohne Support wirklich bedeutet
Ein Paket ohne Wartung hört nicht auf zu funktionieren - es hört auf mitzugehen. Jedes neue Windows- oder SQL-Update ist ab jetzt ungetestetes Terrain. Jede entdeckte Schwachstelle bleibt offen. Jede Schnittstelle, die sich auf der anderen Seite ändert (Bank, Webshop, Scanning), kann brechen, ohne dass auf der Globe-Seite noch jemand repariert. Für eine Verwaltung, die auch Ihre Lagerbewertung und Fakturierung trägt, ist das kein bequemer Ort für Jahre.
Ihre drei Wege
- Bei Exact bleiben: zu Globe+ migrieren (oder zu Exact Online für leichtere Verwaltungen). Vertraut, derselbe Anbieter - aber ein vollwertiges Migrationsprojekt, und Sie behalten dasselbe Paket-Denken: Buchhaltung im Zentrum, der Rest drumherum angebunden.
- Ein vergleichbares Paket woanders: AccountView oder Visma Net. Ein Seitwärtsschritt; sinnvoll, wenn Sie vor allem das EOL-Risiko loswerden wollen. Prüfen Sie aber das Fundament des Ziels: AccountView selbst läuft auf einem Visual-FoxPro-Kern, den Microsoft 2015 aufgab.
- Einmal richtig wählen: die Migration, die Sie ohnehin machen müssen, nutzen, um auf eine Plattform zu gehen. Da kommt Odoo ins Bild.
Warum gerade Globe-Nutzer auf eine Plattform schauen
Globe Next sitzt traditionell stark bei Handels- und Fertigungsbetrieben - Unternehmen, in denen die Verwaltung nicht für sich steht, sondern an Aufträgen, Lager, Einkauf und Produktion hängt. Genau dort drückt das Paket-plus-Schnittstellen-Modell am stärksten: Der Webshop liest einen anderen Bestand als der Vertriebsinnendienst, Excel entscheidet den Einkauf, und die Buchhaltung stimmt erst nach Handarbeit mit dem Lager überein.
In Odoo laufen diese Prozesse auf einem Datenmodell: Auftrag, Lager, Produktion, Versand, Fakturierung und Buchhaltung teilen dieselbe Wahrheit, mit Webshop und CRM nativ bei Bedarf. Wie sich das zu Exact verhält, steht in unserem ehrlichen Vergleich Odoo vs Exact.
Die Migration, praktisch
Wir starten jede Globe-Migration mit einem Fit-Gap: Was tut Globe (und die Tools drumherum) heute für Sie, und was gehört künftig wohin. Dann die Datenmigration - Stammdaten, offene Posten, Historie - mit einem Probelauf vor Go-live, phasenweise, damit der Betrieb weiterläuft. Eine fokussierte Handelsimplementierung geht typisch in Wochen bis wenigen Monaten live.
Rechnen Sie bei den Kosten mit einmalig grob €1.000 bis €3.000 pro Nutzer; die vollständige Aufschlüsselung steht in was kostet eine Odoo-Implementierung.
Starten Sie, solange es noch ruhig ist
Je näher das Support-Ende, desto voller die Migrationskalender - bei Exact-Partnern und darüber hinaus. Wer jetzt startet, wählt in Ruhe; wer wartet, migriert unter Druck. Beginnen Sie mit einem kostenlosen Odoo-Scan: Wir kartieren, was Globe heute für Sie tut und wie eine Plattform für Ihren Betrieb aussieht. Oder buchen Sie direkt einen Quickscan.